Programm des Fachtags

09:30 Ankommen und Registrierung 


10:00 Begrüßung durch das Organisationsteam des Fachtags 


10:15 Grußwort von der Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung 

Maryam Blumenthal 


10:30 Impulsvortrag: „Wer wird (nicht) mitgedacht? Intersektionale Perspektiven in der sexuellen Bildung” von Josephine Mafulu  

 

11:15 Impulsvortrag: „Zwischen Vielfalt und Angriffen: Antifeminismus und Queerfeindlichkeit als Herausforderungen sexueller Bildung“ von Dr. Cynthia Freund-Möller

 

12:15 Markt der Möglichkeiten und Mittagspause 

 

14:00 Impulsvortrag: “Porno, Sexting & Co – Warum Sexuelle Medienkompetenz zählt” von Madita Oeming 

 

15:00 Pause und Markt der Möglichkeiten 

 

15:30 Panel-Gespräch: “Online über Sexualität sprechen” mit Saskia Michalski

Whitney Bursch, Najib Faizi und Dianne Dela Cruz

 

17:00 Abschluss und Ausblick auf die Workshop-Wochen 

 

17:30 Ende des Fachtags

18:30 Abendprogramm 
Buchpremiere: Dianne Dela Cruz liest aus „Hilfe, mein Kind hat f*cken gesagt”
Anmeldung nur zur Lesung:  Buchpremiere und Lesung mit Dianne Dela Cruz 


Das Programm kann Änderungen unterliegen. Anpassungen am Inhalt, Ablauf oder Umfang berechtigen nicht zur Rückerstattung des Kaufpreises.


Moderation

Paul Ninus Naujoks 

Vorträge

Josephine Mafulu

 

Kurzbiographie

Josephine Mafulu (sie/ihr) lebt in Osnabrück und ist Sexualpädagogin (bkb) mit den Schwerpunkten intersektionale und diversitätssensible Sexualpädagogik sowie Erziehungswissenschaftlerin (M.A.). Sie ist seit mehreren Jahren Mitarbeiterin der pro familia Osnabrück in der sexualpädagogischen Bildungsarbeit tätig und seit 2023 freiberufliche Dozentin des Institut für Sexualpädagogik (isp). Ziel ihrer Bildungsarbeit ist es mittels einer diversitätssensiblen sexuellen Bildung hinsichtlich Machtstrukturen und Diskriminierungsformen zu sensibilisieren sowie die Vielfalt der Lebenswelten sichtbar zu machen. 


Titel: „Wer wird (nicht) mitgedacht? Intersektionale Perspektiven in der sexuellen Bildung 

Kurzbeschreibung zum Vortrag:
Was bedeutet Intersektionalität, und warum ist dieses Konzept unverzichtbar für eine diversitätssensible sexualpädagogische Praxis? Diese Fragen werden im Vortrag mit dem Wissen aufgegriffen, dass Intersektionalität mehr ist als nur ein theoretisches Konzept – sie ist ein Werkzeug. Ein Instrument, um (sexual-)pädagogische Praxis nicht nur gerechter, inklusiver und reflektierter zu gestalten, sondern insbesondere für die Sichtbarkeit  unterschiedlicher Lebensrealitäten zu sorgen sowie über wirkmächtige Machtstrukturen und soziale Ungleichheiten aufzuklären. Der Vortrag eröffnet einen Einblick in die Chancen der Intersektionalität für die sexuelle Bildung und bietet erste Impulse zu Methoden, die zur kritischen Selbstreflexion einladen sowie diversitätssensible Räume realisieren können. 

Dr. Cynthia Freund-Möller 


Kurzbiographie:

Dr. Cynthia Freund-Möller ist promovierte Kulturhistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena. In ihrer Forschung befasst sie sich mit historischen und gegenwärtigen Formen der extremen Rechten, kollektiven Identitäten, und der Rolle von Geschlechterbildern in rechten Ideologien. Ihr aktueller Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Antifeminismus, Geschlechterordnung und diversitätsfeindlicher Mobilisierung im Kontext gesellschaftlicher Radikalisierung.




Titel: : „Zwischen Vielfalt und Angriffen: Antifeminismus und Queerfeindlichkeit als Herausforderungen sexueller Bildung“

Kurzbeschreibung zum Vortrag: 

Sexuelle Bildung sieht sich zunehmend mit antifeministischen und queerfeindlichen Angriffen konfrontiert. Ob in politischen Debatten, auf Social Media oder durch organisierte Kampagnen – Begriffe wie „Frühsexualisierung“ oder „Kindeswohlgefährdung“ dienen als Chiffren für gezielte Stimmungsmache gegen vielfältige Bildungsansätze. Der Input ordnet aktuelle antifeministische und queerfeindliche Strömungen im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen ein, zeigt ideologische Hintergründe auf und skizziert Handlungsmöglichkeiten im professionellen Umgang mit Angriffen. 

IDZ Jena @idz_jena 

AAS @amadeuantoniofoundation  

Madita Oeming


Kurzbiographie:
Madita Oeming (sie/ihr)  ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Sexualpädagogin (bkb). Aktuell ist sie am Center for Diversity, Media, and Law (DiML) der Uni Gießen Koordinatorin für das Projekt „Digital Porn Literacy“.
Sie bildet deutschlandweit Fachkräfte zu sexueller Medienkompetenz fort, u.a. im Rahmen des „Pornoführerscheins“ bei TeachLove. 2023 erschien ihr Sachbuch PORNO – Eine unverschämte Analyse bei Rowohlt, im Januar 2026 folgt ihr Elternratgeber Aufgeklärt statt aufgeregt. Auf @wissenstattscham vermittelt sie sexual- und medienpädagogische Inhalte.   






Titel: Porno, Sexting & Co - Warum Sexuelle Medienkompetenz zählt 

  


Kurzbeschreibung zum Vortrag:
96% aller 12- bis 19-Jährigen in Deutschland besitzen ein eigenes Smartphone. Damit wird das Internet zum ständigen Begleiter und prägt alle Bereiche der jugendlichen Lebensrealität – auch ihre sexuelle Entwicklung. Viele Jugendliche sammeln ihre ersten sexuellen Erfahrungen heute online: ob der Instagram-Flirt, Pornos im Klassenchat, die ersten Sexting-Versuche oder die aufdringlichen Kommentare von Fremden beim Online-Zocken. Welche Chancen und Risiken bringt diese Digisexualität für verschiedene Gruppen mit sich? Wo kursieren irrationale Ängste? Wie können wir Jugendliche darin bestärken, ihre Sexualität im digitalen Raum möglichst sicher und selbstbestimmt zu gestalten? Und in welchen anderen Lebensphasen ist sexuelle Medienkompetenz besonders wichtig? Dieser Vortrag ist ein Plädoyer für einen sex- wie technik-positiven Blick  und  einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz 

Foto copyright Anna Peschke

Panel Gespräch: 

"Online über Sexualität sprechen"

Sexuelle Bildung im digitalen Raum ermöglicht einfache Zugänge zu Informationen und Empowerment. Wir bringen in diesem Talk vier Personen zusammen, die online über Geschlecht, Körper, Sexualität oder Beziehungen sprechen. In einem Offline-Gespräch wollen wir darüber in den Austausch kommen: Wie hat sich ihre Arbeit auf Social Media entwickelt? Wie gehen sie damit um, mit dem Thema Sexualität in der Öffentlichkeit sichtbar zu sein? Was ist der Vorteil des Online-Raums, wo gibt es Grenzen? Wie ist die Interaktion mit den Communities? 



Najib Faizi

Najib Faizi ist die erste afghanische Dragqueen, die sich öffentlich auf Social Media präsentiert hat. Mit seiner Sichtbarkeit setzt er sich aktiv für die Rechte der LGBTQ+-Community ein. Er ist ausgebildeter Pflegefachmann, Praxisanleiter, Make-up-Artist, Friseur sowie Permanent-Make-up-Artist. Najib lebt in Hamburg und verbindet berufliches Engagement im Gesundheitswesen mit kreativer Leidenschaft und gesellschaftlichem Aktivismus.

Foto copyright Kaete Mayor 

Saskia Michalski

Saskia ist Content Creator sowie Expert*in für LGBTQIA+, Diversity und Nicht-monogame Lebensformen. Außerdem ist they mit dem Buch "Lieben und lieben lassen“ Spiegel-Bestseller-Autor*in. Mit der Arbeit auf Social Media, als Dozent*in an der Hochschule oder bei der progressiven Unternehmensberatung trägt Saskia als charismatische Person mit aktivistischem Anspruch einen großen Teil dazu bei, dort zu sensibilisieren und auf Benachteiligung aufmerksam zu machen, wo marginalisierte Gruppen im Alltag oft mit Diskriminierung konfrontiert werden. 

 


Dianne Dela Cruz

Dianne Dela Cruz ist Sexualpädagogin und Content Creatorin (@fragdianne). Als Grundschullehrerin und Gesundheitspsychologin spezialisierte sie sich 2021 auf die Sexualpädagogik und bringt neben ihrem Fachwissen als Mutter von fünf Kindern wertvolle Erfahrungen mit. Auf Social Media bemerkte sie allerdings schnell, wie tabuisiert das Thema Sexualität noch immer ist und wie viel Falsches kursiert. Gleichzeitig erkannte sie den großen Bedarf an verlässlichen Quellen. Mit ihrer Sexualaufklärungs-App beeyou.ai, deren Chatbot Jugendlichen in einem geschützten Rahmen altersgerechte, fundierte Informationen bietet, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur modernen Sexualpädagogik. Für ihr Engagement wurde sie Zweitplatzierte des “Cosmopolitan Award 2024” (Fearless Woman). 


Whitney Bursch


Whitney Bursch ist Kunsttherapeutin, Comickünstlerin und Teil des Teams hinter "safespace", einem Aufklärungskanal für Jugendliche auf Tiktok vom rbb. 

Abendprogramm

„Hilfe, mein Kind hat f*cken gesagt” – Wie du offen und ehrlich aufklärst, bevor es andere tun.  

Lesung und Buchpremiere mit Dianne Dela Cruz 

Im Anschluss des Fachtags laden wir herzlich ein zu einem besonderen Abend mit der Autorin, Sexualpädagogin und fünffachen Mutter Dianne Dela Cruz.

 

Mit über 120.000 Follower:innen klärt sie in den sozialen Medien über Mythen und Fehlinformationen in der sexuellen Bildung auf und bricht mit ihrem neuen Buch 
„Hilfe, mein Kind hat f*cken gesagt” (Bonifatius Verlag) ein gesellschaftliches Tabu:

Wie sprechen wir mit Kindern über Sexualität, Körper und Grenzen – ohne Scham und mit klarer Haltung?

 

In ihrer Lesung gibt sie ehrliche, humorvolle und berührende Einblicke in familiäre Alltagssituationen, pädagogische Herausforderungen und vor allem in die große Chance, Kindern durch Sprache Schutz und Orientierung zu geben.

 

Freitag, 12. September 2025
 🕡 18:30–20:30 Uhr
 📍 HafenCity Universität Hamburg
 🥂 Mit Begrüßungsgetränk & Snacks
 📝 Anmeldung empfohlen:

 

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten – ob Eltern, Fachkräfte oder Menschen, die Kinder im Alltag begleiten und dazu beitragen wollen, dass die nächste Generation selbst bestimmte, aufgeklärte und gesunde Beziehungen führen kann - zu sich selbst und zu anderen